Büchsenmacherei Thorsten Werner

Makers of fine Guns and Rifles - Büchsenmachermeisterbetrieb und Jagdwaffenmanufaktur - Sicherheitszubehör für Ihre Person und Ihr Grundstück

Laserentfernungsmesser


Ein Distanzmessgerät würde man wahrscheinlich eher nicht zur alltäglichen Ausrüstung eines Jägers zählen. Nichtsdestotrotz kann es vorkommen, dass man auf eine exakte Messung im eigenen Revier angewiesen ist und in so einem Fall wird man mit einem Maßband eher alt aussehen. Egal ob bei einer Grundstückvermessung im Wald oder auch im speziellen beim Schussverhalten, hat man oft eine subjektive Einschätzung zum Theme Entfernung. Allerdings wird man sich bei der Verwendung eines Entfernungsmessers wundern, wie weit diese subjektive Einschätzung teilweise daneben liegt.


Welcher Entfernungsmesser für die Jagd?

Die Breite an Herstellern, Arten von Entfernungsmessern, Preisspannen, Anwendungsbereichen usw. ist enorm und deswegen stellt sich natürlich die Frage, welches Distanzmesser optimal für einen ist. Eine pauschale Antwort gibt es hier natürlich nicht. Allerdings kann es helfen sich vor dem Kauf ein paar Fragen zu stellen und sich das Angebot der verschiedenen Modellen genauer anzusehen. Abhängig von Budget und Anwendungsbereich kommt man dann unter Umständen zu einer schnellen Entscheidung.


Laser Entfernungsmesser/Distanzmesser Anwendung

Der Begriff „Laser“ ist in diesem Kontext etwas überflüssig, da eigentlich alle modernen Entfernungsmesser mit einem Laser arbeiten.
Einfache (also nicht im Fernglas integrierte) Entfernungsmesser haben den riesengroßen Vorteil, dass sie aufgrund Ihres Preises besonders attraktiv für Einsteiger sind.

Stellen Sie sich vor, sie jagen in einem nicht besonders stark bewaldeten Gebirgsrevier. Die Schussentfernung kann hier durchaus Entfernungsmesser im Einsatz zwischen 100 – 300m liegen, oft auch über verschiedenste Hinternisse hinweg. Auch wenn man subjektiv oft denkt, seine Entfernungen halbwegs einschätzen zu können, liegt man hier bei einer subjektiven Schätzung sehr schnell daneben.

Natürlich wird man niemals vor jedem Schuss die Distanz messen. Ein realistischer Ansatz ist hier, im Vorhinein mit Hilfe des Entfernungsmessers, Hilfspunkte zu markieren. Mit diesen Markierungen ist eine halbwegs genaue Einschätzung der Schussdistanz schon eher möglich.

 

Jagdfernglas mit Entfernungsmesser

Ein Fernglas mit integriertem Entfernungsmesser macht vor allem dann Sinn, wenn Sie ohnehin über den Kauf eines Feldstechers nachdenken sollten. Hier muss man teilweise tief in die Tasche greifen, aber erfahrungsgemäß zahlt sich hier, speziell langfristig gesehen eine Investition in gutes Jagdzubehör defintiv aus.
Falls Sie sich nicht sicher sind ob für Ihren Anwendungsbereich sich solch ein Gerät auszahlt, werfen sie einen Blick auf die von uns zusammengestellten
Vor- und Nachteile:

Nachteile

Nachteil dieser Geräte ist in den meisten Fällern der relativ hohe Einstiegspreis. Weiters sind natürlich reine Laserentfernungsmesser oft deutlich kleiner und handlicher. Allerdings kann man hier dem entgegensetzen, dass ein jeder Jäger ohnehin auch ein Fernglas mit auf die Jagd nimmt und somit gleich beides in einem hat.

Was für viele auch ein Grund gegen den integrierten Distanzmesser beim Fernglas ist, die zusätzliche Elektronik. Besonders die „alten Hasen“ unter den Jägern bevorzugen hier möglichst wenig an technischen Funktionen und setzen auf einfache Handhabung.

Vorteile

Nichtsdestotrotz bieten Ferngläser auch einiges an Vorteilen, die aus meiner Sicht, die des reinen Entfernungsmessgerät schlagen. (Natürlich ist das ganze abhängig vom Anwendungsbereich und Budget).

Wie bereits oben erwähnt, spart man sich das mitnehmen eines zusätzlichen Gerätes. Sie kennen das möglicherweise schon von anderen gekauften Jagdzubehör, dass sie dann oftmals nicht mitnehmen aber dennoch im Endeffekt brauchen könnten.

Insbesondere in der Nacht oder auch bei Dämmerung fällt das Einschätzen der Entfernung oft besonders schwer und man ist dann auf ein Entfernungsmesser angewiesen. Allerdings versagen heir oftmals die reinen Distanzmesser, auf Grund der fehlenden Optik.

Punkten tun die verschiedenen Hersteller auch mit den verschiedensten Features wie beispielsweise einer Bildstabilisierung oder einen Ballistikrechner. Diese funktioniert bei vielen modellen komplett mechanisch, geräuschlos und per Knopfdruck. Besonders beim Ansprechen des Wildes kann solch eine Funktion von großer Hilfe sein.


Entfernungsmesser für die Jagd kaufen

Da teilweise die Anschaffungskosten für die profesionelleren Laserentfernungsmesser sehr hoch sind, stellt sich für viele die Frage nach Alternativen. Am einfachsten ist es natürlich auf ein Gerät zu setzen, welches speziell bei der Preis/Leistung punktet. Allerdings ist es natürlich auch möglich, dass man auf genau das eine Produkt angewiesen ist bzw. eine spezielle Marke favorisiert.
Bevor ich etwas näher auf mögliche Tipps eingehe, will ich Ihnen nochmals ans Herz legen:

Überlegen Sie sich genau was Sie wirklich brauchen!

Es gibt verschiedenste Messfunktionen und einige sind für die Jagd oder andere Anwendungsbereiche vielleicht garnicht nötig. Weiters spielt die Messgenauigkeit eine wichtige Rolle. Hier kann, wenn man bereit ist Abstriche zu machen, nicht unbedingt auf ein High-End Produkt setzt und weiters auch noch auf den Markenname verzichtet, einiges an Geld sparen.


Entfernungsmesser Preisvergleich

Die Preisspanne ist bei Entfernungsmessern für die Jagd enorm. Aus diesem Grund stellt sich für den potentiellen Käufer natürlich die große Frage:

Wie viel muss ich für einen guten Entfernungsmesser tatsächlich ausgeben?

Einen Preisvergleich aufzustellen ist an dieser Stelle schwierig, da diese auch sehr von der „Art“ des Gerätes abhängt.
Um hier zumindest eine grobe Vorstellung zu bekommen hier eine kleine Übersicht was man für welches Budget ungefähr erwarten kann:

  1. Entfernungsmesser bis 100€: Viele mögen das Gegenteil behaupten, aber auch unter 100€ kann man unter Umständen schon ein funktionales Messgerät für die Jagd bekommen. Es handelt sich hier um „reine Entfernungsmesser“ auch standalone Geräte genannt (nicht im Fernglas integriert). Nachteil ist hier, dass es sich meist um eher unbekannte Hersteller handelt und die Verarbeitung und verwendeten Materialien eher nicht als hochwertig einzustufen sind. In dieser Preisklasse kann man eine Reichweite von ungefähr 500m erwarten. Allerdings ist dies oft nur Herstellerangabe und der tatsächliche Wert liegt weitaus niedriger.
  2. Entfernungsmesser ab 100€ bis 200€: In dieser Preisklasse kann man rein vom technischen Aspekt gesehen, ähnliches wie bei den Geräten unter 100€ erwarten. Auch hier sind Reichweiten von ca. 500m und eine sechsfache Vergrößerung Standard. Der große Unterschied liegt hier vor allem in kleinen zusätzlichen Funktionen, den Markennamen und der Wertigkeit.
  3. Entfernungsmesser zwischen 400€ und 800€: Hier findet man eher nur mehr die größeren Markennamen wie Nikon und Leica. Unterschied zu den billigeren Geräte ist in den meisten Fällen die bessere Vergrößerung und eine größere Reichweite. Speziell beim Vermessen von einem großen Grundstück/Waldgebiet liegen diese Geräte klar im Vorteil. Weiters punktet diese Preisklasse mit nützlichen Zusatzfunktionen wie z.B das Nikon Forestry Pro mit einem integrierten Neigungsmesser.
  4. Fernglas mit integriertem Entfernungsmesser: Diese Geräte überbieten alle bisher erwähnten Messgeräte in Sachen Preis nochmals um einen großen „Batzen“ Geld. Ab 1000€ und bis ca. 3000€ ist man hier dabei. Dafür bekommt man in den meisten Fällen ein hochwertiges Fernglas mit einem leistungsstarken Entferungsmesser. Vorteil ist hier ganz klar, dass man sich den Kauf der einzelnen Geräten spart. Weiters kommen hier noch oftmals spezielle Features wie einem Bildstabilisator ect. hinzu.


Entfernungsmesser Marken im Überblick

Alleine ein Produkt wegen der Marke zu kaufen ist in den meisten Fällen nicht ratsam. Allerdings kann man im Allgmeinen trotzdem sagen, dass Hersteller mit langer Markterfahrung im Bereich Laserentfernungsmesser natürlich einige Vorteile bringen. Insbesondere kleinere Produktfehler oder Schwierigkeiten bei der Anwendung selber, gibt es immer wieder bei No-Name Produkten. Dadurch, dass aktuelle Geräte der großen Hersteller meist schon mehrere Generationen durchlebt haben, konnte hier natürlich auch einiges verbessert werden. Ein weiterer Vorteil ist, wie oben bereits erwähnt, der weitaus höhere Wiederverkaufswert. Dies ist allerdings ein „Für und Wieder“, denn auf der anderen Seite hat man natürlich auch als Nachteil die höheren Anschaffungskosten. Auf jeden Fall kann ein kleines Hintergrundwissen zu den gängigen Marken und Herstellern vor dem Kauf defintiv nicht schaden:


Ist ein Lasermessgerät gefährlich für die Augen?

Immer wieder hört man von Fällen, wo ein Kind im Urlaub einen Laserpointer kauft, dieser irrtürmlich in die Augen strahlt und das Kind im Endeffekt beim Artzt landet. Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Umgang mit Lasern in jedglicher Hinsicht immer mit einem gewissen Respekt verbunden sein sollte. Augenärtzte warnen schon seit Jahren vor Fällen wie diesen. Kommt es nämlich einmal zu einer Verletzung der Netzhaut kann dies zu einer bleibenden Sehminderung führen und dies lässt sich, in den meisten Fällen nicht mehr rückgängig machen.

Doch die große Frage: Ist ein Entferungsmesser tatsächlich gleich einzustufen, wie ein Laserpointer aus China?

Laser kurz ins Auge bekommen, bleibende Schäden?

Pauschal möchten wir hier natürlich keine Antwort geben, da dies immer abhängig vom Hersteller ist. Allerdings können wir an dieser Stelle etwas beruhigen, denn die meisten Entfernungsmesser sind Gott sei Dank, nicht vergleichbar mit einem sehr starken Laserpointer.
Es gibt ähnlich wie bei Feuerwerkskörper eine Klasseneinteilung. Diese richtet sich nach der Gefährlichkeit für den Menschen und wird von jedem Hersteller entsprechnd der Klassifizierung „DIN EN 60825-1“ eingeteilt:

  • Klasse 1: Der Laser ist nicht gefährlich oder bedfindet sich in einem abgeschlossenen Raum.
  • Klasse 1c: Ungefährlich für das Auge, aber unter umständen problematisch für die Haut.
  • Klasse 1M: Nur gefährlich wenn ein optische Geräte wie beispielsweise ein Lupe verwendet wird.
  • Klasse 2: Bei kurzzeitger Bestrahlung im Auge noch nicht schädlich. ( Bis 0,25s)
  • Klasse 3: Gefährlich für das Auge und teilweise (3B) auch gefährlich für die Haut
  • Klasse 4: Sehr gefährlich für Auge und Haut. Weiters besteht beim Einsatz dieser Laserstrahlung Gefahr von Brand und Explosionen.

Als Beispiel haben wir uns nochmals genauer die Produktbeschreibung eines Entfernungsmessers für die Jagd angesehen. Wir nahmen hier das „Leica Geovid 8×42 HD-B“ und fanden folgende Zeile:

Laser: Augensicherer, unsichtbarer Laser nach EN und FDA Klasse 1

Wie bereits erwähnt gilt dies natürlich nicht für alle Produkte. Allerdings können wir mit Sicherheit sagen, dass mit vorsichtigem Umgang, kein Schaden im Auge entstehen sollte. (Insbesondere Laserentferungsmesser der Klasse 1).


Entfernungsmesser Luftlinie

Zum Schluss möchten ich noch die Frage klären, wann ein Entfernungsmesser wirklich Sinn macht. Unserer Ansicht nach, wird die Anwendung teils sehr unterschätzt. Fakt ist, dass Entfernungsmesser nicht nur bei der Jagd eingesetzt werden können, sondern universal bei der Grundstücksvermessung und vielen anderen Bereich. Oft kann es auch einfach nur als Spielerei dienen, um beispielsweise die eigene Einschätzung im Bezug auf Entfernung beim Jagen zu überprüfen.

Falls Sie allerdings bei der Vermessung der Luftlinie, auf eine große Distanz angewiesen sind gibt es einiges an Hilfsmittel. Abgesehen vom Ausborgen eines Gerätes gibt es auch online diverse Tools, die Ihnen die Messung der Luftlinie ohne einen Entfernungsmesser ermöglichen.



Informationen zu Elektro- und Elektronikgeräten
Die nachfolgenden Hinweise richten sich an private Haushalte, die Elektro- und/ oder Elekt-ronikgeräte nutzen. Bitte beachten Sie diese wichtigen Hinweise im Interesse einer umwelt-gerechten Entsorgung von Altgeräten sowie Ihrer eigenen Sicherheit.
1. Hinweise zur Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten und zur Bedeutung des Symbols nach Anhang 3 zum ElektroG:
Besitzer von Altgeräten haben diese einer vom unsortierten Siedlungsabfall getrennten Er-fassung zuzuführen. Elektro- und Elektronikaltgeräte dürfen daher nicht als unsortierter Siedlungsabfall beseitigt werden und gehören insbesondere nicht in den Hausmüll. Vielmehr sind diese Altgeräte getrennt zu sammeln und etwa über die örtlichen Sammel- und Rück-gabesysteme zu entsorgen.